Finden Sie Ihren Weg zur Promotion

Das Wort „Promotion“ hat mehrere Bedeutungen und bezeichnet neben der Erlangung eines Doktorgrades auch die Vermarktung von Produkten. In diesem Artikel erhalten Sie Informationen dazu wie Sie einen Doktorgrad oder PhD erlangen können, also die erste und wichtigste Bedeutung der Promotion. Im Promotionsverfahren stellt der Kandidat unter Beweis, dass er zum selbständigen wissenschaftlichen Arbeiten fähig ist.

Promotion

Was heißt Promotion oder PhD?

Der Doktorgrad ist einer der höchsten akademischen Grade, den Sie erreichen können. Promotion bedeutet, dass über mehrere Jahre hinweg eine Dissertation verfasst wird. Außerdem müssen Sie während der PhD-Zeit bestimmte Seminare belegen. Zudem sind, wenn Sie sich zur Prüfung anmelden, bestimmte Scheine aus dem vorangegangenen Studium vorzulegen. Am Ende der Promotion müssen Sie außerdem Prüfungen ablegen und können sich dabei zwischen Disputation und Rigorosum entscheiden.

Wie erlangen Sie einen Doktorgrad?

Damit Sie mit PhD Studium beginnen dürfen, wird ein guter Hochschulabschluss vorausgesetzt. Erkundigen Sie sich nach den individuellen Zulassungskriterien an der jeweiligen Fakultät. Außerdem müssen Sie einen Doktorvater finden, also einen befugten Dozenten, der sich dazu bereit erklärt Ihre Promotion zu betreuen. Nachdem Sie Ihre Doktorarbeit abgegeben haben und diese erfolgreich angenommen wurde, müssen Sie noch Rigorosum und Disputation bestehen. Am Schluss erfolgt die Verleihung der Doktorwürde.

Dürfen auch FH-Absolventen promovieren?

Es gibt in Deutschland keine einheitlichen Bedingungen für die Promotion von FH-Absolventen. Manche Universitäten lassen nur solche FH-Absolventen zu, welche zu den besten 10 % ihres Jahrgangs gehören. Andere deutsche Universitäten verlangen, dass Sie einen guten FH-Abschluss mitbringen und zusätzlich bestimmte Prüfungen bestehen. Ob Sie auch mit Bachelor promovieren können? Teilweise können Sie auch mit einem Bachelor-Abschluss zur Promotion zugelassen werden. In diesem Fall muss jedoch ein bestimmtes Qualifikationsverfahren erfolgreich durchlaufen werden.

Wie lange dauert ein Promotionsstudium?

An der LMU München beispielsweise darf man maximal 3 Jahre für den Zweck der Promotion eingeschrieben sein. Falls man viel arbeiten muss, um die Promotion zu finanzieren, empfiehlt es sich deshalb wichtige die Promotion betreffende Dinge bereits vor der Einschreibung zu klären.

Welche unterschiedlichen Arten der PhD sind möglich?

Man kann unter unterschiedlichen Bedingungen promovieren. In diesem Artikel der Süddeutschen Zeitung werden verschiedene Varianten der Promotion erklärt.

  1. Bei einer kumulativen Promotion wird keine Doktorarbeit, welche im Laufe einer in der Regel 3-jährigen Bearbeitungszeit entstanden ist, abgegeben: Stattdessen werden „Teilergebnisse seiner Forschungsarbeit und damit […] Einzelkapitel der Dissertation als Artikel in Fachzeitschriften veröffentlicht“.
  2. Bei einer externen Promotion schreibt der Promovierende neben dem Beruf an einer Doktorarbeit.
  3. Eine interne Promotion findet am Lehrstuhl der Universität statt. Dies ist die häufigste Form der Promotion in Deutschland. Die Promovierenden unterrichten neben dem Verfassen der Promotion Studenten.

Wie lässt sich das Promotionsstudium finanzieren?

Wer promoviert, kann dafür kein BAföG erhalten. Viele promovierende Personen arbeiten bereits während der Promotion in Vollzeit. Auch an der Uni gibt es für Promovierende interessante Stellen. Außerdem kann man sich für ein Promotionsstipendium bewerben. Die Laufzeit von Promotionsstipendien ist normalerweise auf zwei Jahre begrenzt, kann allerdings verlängert werden.
Promovierende haben keinen Anspruch auf Leistungen nach ALG II.

Lohnt sich ein PhD heutzutage?

Bevor Sie sich dafür entscheiden zu promovieren, sollten Sie sich fragen, was Sie sich von einem PhD erhofft.

  • Wollen Sie eine wissenschaftliche Laufbahn einschlagen, in welcher ein Doktortitel unverzichtbar ist?
  • Versprechen Sie sich von einer Promotion bessere berufliche Chancen? Vor allem in vielen höheren Positionen ist ein Doktortitel gern gesehen. Auch werden manche Stellen von Unternehmen ausschließlich an Personen mit abgeschlossenem Promotionsstudium vergeben.
  • Für andere Personen, die nach Abschluss ihres Studiums keinen nennenswerten Berufseinstieg gefunden haben, kann die Zeit der Promotion ein zweiter Anlauf für einen Berufseinstieg sein: Für Studenten gibt es viele spannende Möglichkeiten in ein Unternehmen einzusteigen, als Werkstudent etwa. Diese Möglichkeit haben Alumni, die mit der Uni nichts mehr zu tun haben, nicht. Es kann sich also in Einzelfällen aufgrund der vielen Vorteile einer Immatrikulation lohnen noch einmal ein Student zu werden.
  • Manche Personen hatten so viel Spaß an ihrer Abschlussarbeit, dass sie diese gern zur Promotion ausbauen wollen. Nicht nur dann, wenn Sie sich von einer Promotion keinen besonderen beruflichen Vorsprung versprechen können, müssen Sie klären, wie Sie Ihre Promotion finanzieren.

Was spricht für einen PhD?

  • Sie hatten sehr viel Spaß beim Verfassen Ihrer Abschlussarbeit.
  • Sie kennen ein Thema, von dem Sie sich gut vorstellen können, dass Sie davon in drei Jahren noch genauso begeistert sind wie jetzt.
  • Sie haben eine Teilzeitstelle und wissen nicht, was Sie mit Ihrer Zeit anfangen sollen. Gleichzeitig treffen die ersten beiden Sätze zu.
  • Wie oben erwähnt, kann ein Doktortitel in vielen Fällen karriereförderlich sein.
  • Es ist eine schöne Anerkennung für eine Person selbst, Inhaber eines Doktorgrades zu sein.

Was spricht gegen einen PhD ?

  • Die Doktorwürde ist heutzutage nichts Besonderes mehr, da ihn viele Personen erwerben.
  • Bei manchen Jobs ist ein Doktortitel eher unerwünscht, da ein Doktortitel Wissenschaftlichkeit zum Ausdruck bringt und diese in der einen oder anderen Position nicht gefragt ist. Außerdem befürchtet so mancher Arbeitgeber, der Inhaber des Doktortitels würde sich schnell unterfordert fühlen oder mit dem angebotenen Gehalt unzufrieden sein.
  • Der Doktortitel bedeutet nicht immer, dass eine Person mehr verdient. Übt jemand beispielsweise einen Job aus, welcher auch von Personen ohne Doktortitel praktiziert wird, ist der Doktortitel für die betreffende Stelle nicht erforderlich und bringt auch nicht unbedingt einen Vorteil für den Arbeitgeber.

Es liegt nun an Ihnen alle Vor – und Nachteile abzuwägen und die beste Option auszuwählen.

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