Wie sieht eine Gruppenarbeit an der Uni aus?

Gruppenarbeiten können an der Uni in unterschiedlichen Formen vorkommen. Neben dem klassischen Referat, was du aus der Schule kennst, sind noch andere Formen verbreitet.

Projektarbeit

Die Projektarbeit ist eine wissenschaftlich angelehnte Form der Gruppenarbeit, bei der du nicht nur bestehende Inhalte im Rahmen eines Vortrages aufbereitest und verknüpfst, sondern selbst forschend tätig bist. So untersuchst du unter Nutzung verschiedener wissenschaftlicher Methoden Zusammenhänge und versuchst dabei neues Wissen zu erlangen. Auch wird bei der Projektarbeit praktisch gearbeitet. Mit Versuchen oder Studien erlangst du neues Wissen, welches du mit deiner Gruppe wissenschaftlich aufbereiten.

Präsentation

Die wohl bekannteste Form unterscheidet sich ein wenig vom Referat in der Schule und findet ebenfalls meistens in Gruppen statt. Verglichen mit einem Referat sind die Erwartungen an inhaltliche Tiefe und Transferleistung viel höher, als bei einem Referat. Dies spiegelt sich in den Anforderungen wider, schließlich werden Präsentationen häufig als Prüfungsleistung verwendet.

Kombinierte wissenschaftliche Arbeit

Eine ebenfalls verbreitete Form der Gruppenarbeit ist die kombinierte wissenschaftliche Arbeit. Hier arbeitest du in deiner Gruppe nicht nur an einer Präsentation, sondern fassen Ihre Ergebnisse zusätzlich noch in einer Hausarbeit zusammen. Im Vergleich zur normalen Hausarbeit ist im Rahmen einer kombinierten wissenschaftlichen Arbeit allerdings der Umfang geringer, da die nötige Arbeit sonst zu viel wird.
Unabhängig von der Arbeitsform findest du dich bei einer Gruppenarbeit in Gruppen von meist zwei bis sechs Personen zusammen und erfüllen die gestellte Aufgabe als Prüfungsleistung. Dabei wird die Gruppenfindung meistens Ihnen überlassen, doch auch das Auslosen der Gruppenmitglieder ist verbreitet. Ausgeloste Gruppen können interessant sein, da du so in Kontakt mit neuen Menschen kommst und vor neue Herausforderungen gestellt werden.

Warum sind Gruppenarbeiten wichtig?

Neben der Tatsache, dass Gruppenarbeiten wesentlich weniger Arbeit für den Lehrenden bereiten, haben Gruppenarbeiten allerdings eine sehr triftige Existenzberechtigung. Grundsätzlich kann das Studium was die Prüfungen angeht auch gut alleine gemeistert werden, doch in den meisten Fällen wirst du darauf angewiesen sein, in Gruppen produktiv arbeiten zu können. Damit dein Studium auf diese Herausforderungen vorbereitet, wird ein Teil der Prüfungen in Gruppen durchgeführt.

Außerdem wirst du beispielsweise im Rahmen von Projektarbeiten an das selbstständige wissenschaftliche Arbeiten herangeführt. So entwickelst du neben fachlichen auch soziale Kompetenzen. Das Auslosen der Gruppenmitglieder kann hier viel bringen. Wenn es auf den ersten Blick ungewohnt scheint, kann es Vorteile haben, absichtlich nicht nur mit bekannten Kommilitonen eine Gruppe zu formen. So wirst du mehr gefordert sich mit vielen verschiedenen Menschen auseinander zu setzen, was im Berufsleben eine Voraussetzung sein wird.

gruppenarbeit

Was ist im Studium anders als in der Schule?

Im Vergleich zu den Gruppenarbeiten, die du aus der Schule kennst, gibt es im universitären Kontext einige Unterschiede, die du vor Beginn der Gruppenarbeit kennen solltest.

Das Anforderungsniveau

Klingt offensichtlich, ist aber tatsächlich einer der bestechenden Unterschiede, die du beim Arbeiten in Gruppen an der Uni bemerken wirst. Dabei wird von Ihnen erwartet, echte wissenschaftliche Resultate zu präsentieren und nicht bloß vorhandenes Wissen zum Thema wiederzugeben. Vor allem bei Projektarbeiten, die nicht nur analytische, sondern auch praktische wissenschaftliche Arbeit erfordert ist der Unterschied deutlich bemerkbar.

Arbeitsweise und Methoden

Neben mehr Arbeitsaufwand wirst du außerdem bezogen auf die Arbeitsweisen wesentliche Unterschiede zur Schule feststellen. Anstatt Wikipedia Recherche und anschließender Präsentation ist eine tiefgreifendere Befassung mit den Inhalten in Literaturquellen vonnöten.

Der Nachweis der entsprechenden Quellen erfolgt wesentlich detaillierter und wird dementsprechend strenger kontrolliert. Achte immer darauf verlässliche Quellen zu verwenden und diese entsprechend zu kennzeichnen. Dabei gibt es verschiedene Arten der Kennzeichnung, die du verwenden kannst.

Wie arbeite ich besser in der Gruppe?

Ein Aspekt, der sich im Vergleich zur Schule nicht sonderlich verändert, ist die Gruppendynamik. Es gibt wohl genauso viele Freunde wie Feinde der Gruppenarbeit, doch egal wie du zum Arbeiten in der Gruppe stehst, im Studium wirst du auf jeden Fall damit konfrontiert werden. Um die Arbeit und am Ende das Ergebnis zu verbessern solltest du einige Hinweise beachten.

Die Auswahl der Gruppenmitglieder

Sollte dir die Wahl der Gruppenmitglieder frei gestellt sein, achte darauf Trittbrettfahrer zu vermeiden. Schließlich möchtest du die Arbeit erfolgreich und möglichst stressfrei abschließen. Für die Motivation in der Gruppe als auch das Arbeitsklima ist es wenig förderlich mit Gruppenmitgliedern umgehen zu müssen, die deinen Aufgaben nicht nachkommen.

Viel wichtiger ist allerdings, dass du versuchst die wichtigste Kompetenz zu erwerben, die Gruppenarbeiten dir vermitteln sollen – Anpassungsfähigkeit. Du musst mit neuen Menschen, mit denen du wenig oder gar nichts gemein hast, zusammenarbeiten. Hier zählt es dann, sich anpassen zu können und die Arbeit trotzdem erfolgreich abzuschließen.

Organisation und Struktur

Noch mehr als bei anderen Arbeiten an der Uni ist es notwendig, dass du die Gruppenarbeit gut organisierst.  Du solltest dabei regelmäßige Treffen der Gruppe vereinbaren und darauf achten Aufgaben immer gleichmäßig zu verteilen. Die Nutzung von technischen Hilfen kann hier Wunder wirken. Beispielsweise kannst du mit Hilfe von Google Dokumenten gleichzeitig an einem Dokument arbeiten ohne verschiedene Versionen unter den Gruppenmitgliedern verschicken zu müssen. Neben dem Nutzen von geteilten Dokumenten bietet es sich auch an, Projektmanagement und Organisationsprogramme zu nutzen, die dir das Verteilen von Aufgaben einfacher macht. Beispielsweise kannst du mit Programmen, wie Trello Boards erstellen auf denen du To-Dos übersichtlich erstellen kannst und diese den entsprechenden Gruppenmitgliedern zuteilen kannst.

Egal ob du Freund oder Feind von Gruppenarbeit bist, das erfolgreiche Arbeiten in Teams ist in jedem Fall wichtig und etwas, was du lernen muss. Achte auf einige, wichtige Dinge, kannst du auch bei der Arbeit sogar noch Spaß haben und erlangen dabei viel neues Wissen!

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