Ihr perfektes Bewerbungsfoto

Das perfekte Bewerbungsfoto – in den USA muss man sich solche Gedanken gar nicht machen, denn dort wird die eine oder andere Bewerbung mit Foto sofort aussortiert, da sich jemand aufgrund seines Aussehens einen Vorteil im Bewerbungsverfahren erschleichen könnte. In Deutschland ist das anders: Es gibt keine derart strengen Antidiskriminierungsgesetze wie in den USA.
Manche Unternehmen in Deutschland bestehen sogar auf einem Foto im Lebenslauf, da sie neue Mitarbeiter in ihrem firmeninternen Newsletter – natürlich mit dem entsprechenden Gesicht dazu – vorstellen möchten.

Bewerbungsfoto
Über die Rolle des Fotos im Lebenslauf geht es in diesem Artikel, wobei Sie auch erfahren, auf welche Details Sie bei der Auswahl eines Fotos achten sollten. Mit den Tipps in den folgenden Absätzen wird es Ihnen leichter fallen sich einen Ihrer Traumjobs zu angeln.

Gefallen Sie sich selbst auf dem Bewerbungsfoto?

Der Lebenslauf ist bei der Bewerbung wie eine Visitenkarte: Er sollte Sie ins beste Licht rücken. Aufgrund des Fotos in Ihrem Lebenslauf entsteht ein erster Eindruck, welcher den Personaler bewusst oder auch unbewusst bei seinen Entscheidungen beeinflusst. Wirkt man auf dem Foto gelangweilt, aggressiv, krank oder unfreundlich, wird die Bewerbung eher aussortiert. Außerdem ist das Foto im Lebenslauf eine einzigartige Chance, die man nicht vertun sollte, weshalb das Bewerbungsfoto keine untergeordnete Rolle spielt. Jedes Gesicht kann fotogen sein. Manchmal gefällt man sich auf dem einen Foto mehr, auf dem anderen weniger. Sortieren Sie alle Fotos, auf welchen Sie Augenringe haben oder anderweitig wenig leistungsfähig aussehen, aus. Wählen Sie für den Lebenslauf ein Foto, auf welchem Sie sich selbst besonders gut gefallen. Sie sollten sowohl sympathisch als auch kompetent aussehen. Am besten sollten Ihre Augen auf dem Foto gut zur Geltung kommen. Das unterstreicht Ihre Persönlichkeit.

Der richtige Gesichtsausdruck

Achten Sie darauf, dass Sie auf dem Bewerbungsfoto weder zu arrogant noch zu schüchtern wirken. Auch sollten Sie gut getroffen sein, den Blick direkt in die Kamera gerichtet haben und intelligent wirken. Je nach Position oder Art des Jobs können bestimmte Nuancen erwünscht sein: Ein motivierter Gesichtsausdruck, ein etwas frecherer Gesichtsausdruck oder eine besonders gelassene Mimik.

Das Make-up – weniger ist mehr! Wie ein gepflegter Eindruck entsteht

  • Übertreiben Sie bei dem Bewerbungsfoto nicht! Auch wenn Sie sich als Frau im Modebereich bewerben, bedeutet das nicht, dass Sie den Lippenstift besonders dick auftragen und sich mit Schmuck überhäufen müssen. In den meisten Fällen kommt Natürlichkeit am besten an. Das bedeutet jedoch nicht, dass Sie auf Mascara verzichten sollten.
  • Haben Sie Pickel, so achten Sie, damit Sie einen gepflegten Eindruck hinterlassen, darauf entsprechend Make-up, Abdeckstift und vielleicht auch Puder zu verwenden, damit man keine Rötungen mehr sieht.
  • Wenn Sie sonst zu blass wirken, können Sie als Frau etwas Rouge auftragen.
  • Der Bewerber sollte auf dem Bewerbungsfoto einen gepflegten, frischen Eindruck machen. Am besten am Tag zuvor oder am selben Tag nochmal die Haare waschen!

Ist das Bewerbungsfoto aktuell?

Achten Sie darauf, dass Sie auf dem Foto, welches Sie in Ihrem Lebenslauf platzieren, dieselbe Frisur und Haarfarbe haben wie aktuell. Man sollte Sie beim Vorstellungsgespräch auf Anhieb wiedererkennen.

Für Menschen mit Fotografen-Phobie

Manchen Personen gelingt es nicht beim Fotografen ein gutes Foto zu fabrizieren: Der Fotograf ist eine fremde Person, und man sieht demjenigen, der fotografiert wird, seine Schüchternheit oder sein Unwohlbehagen an. Eine Lösung für solche Menschen: Ein Freund, der gut fotografieren kann. In dieser Situation gelingt das Lächeln leichter. Im Notfall kann man, falls man gut mit Kameras umgehen kann, auch selbst zu dieser greifen und sich selbst fotografieren. Achten Sie jedoch in solchen Fällen darauf, dass Sie das Foto am Computer richtig zuschneiden, und dass es am Ende richtig professionell aussieht. Außerdem sollte ein neutraler Hintergrund gewählt werden. Ein heller Hintergrund wirkt meist freundlicher.
Keinesfalls sollten Sie Bewerbungsfotos im Automaten machen: Bewerbungsmappen sind am Aussterben, und die meisten Bewerbungen werden heutzutage online oder per E-Mail verschickt. Ein Foto einzuscannen wirkt unprofessionell. Außerdem sind Automaten-Bilder eher selten attraktiv.

Dresscode eines Unternehmens – Was soll man anziehen?

Manche Unternehmen haben einen bestimmten Dresscode, weshalb es sich empfiehlt diesem bereits auf dem Bewerbungsfoto zu entsprechen. Achten Sie also auf eine dem hoffentlich zukünftigen Arbeitgeber und der Position angemessene Kleidung. Das bedeutet beispielsweise, dass Sie auf dem Foto eine Bluse oder ein Hemd mit Krawatte tragen. Lieber overdressed als underdressed!
Beim Bewerbungsfoto gilt: Sie können ein Foto, auf welchem Sie in der Bluse zu sehen sind, auch verwenden, wenn Sie sich für einen Job als Gassigeher oder Gärtner bewerben. Deshalb empfiehlt es sich die Bewerbungsfotos lieber gleich in der höchsten Eleganzstufe anzufertigen – mit Anzug und Krawatte oder Bluse. Professionalität kommt bei allen Jobs gleichermaßen gut an – zumindest im Lebenslauf. „Normalos“ sind bei den meisten Jobs gern gesehen. Daher: Kleiden Sie sich für das Foto besser zu konservativ als zu ausgeflippt.
Für die Frauen unter Ihnen: Vermeiden Sie einen zu weiten Ausschnitt. Seriosität hingegen ist in den meisten Jobs gefragt.

Größe und Format des Bewerbungsfotos

Bewerbungsfotos sind etwas größer als Passfotos. Erwähnen Sie deshalb bei dem Fotografen, dass Sie gern Bewerbungsfotos machen wollen. In Sachen Format gibt es bei Fotos für den Lebenslauf keine bestimmten Normen, da Sie Ihren Lebenslauf individuell gestalten können. Auf jeden Fall sollte das Foto jedoch im Hochformat sein.

Qualität des Bildes

Eigentlich sollte es selbstverständlich sein, wir erwähnen es aber an dieser Stelle trotzdem noch einmal: Die Qualität Ihres Bewerbungsfotos sollte einwandfrei sein: Weder zu dunkel noch gelbstichig, weder verwackelt noch verpixelt! Vermeiden Sie jede Art von Qualitätsmängeln. Lassen Sie als Nicht-Profi in Sachen Bildbearbeitung lieber die Finger von dem Bewerbungsfoto, um der Qualität des Bildes nicht zu schaden.

Schwarz-weiß oder Farbe des Bewerbungsfotos

In den meisten Fällen ist dazu zu raten für den Lebenslauf ein Farbfoto zu wählen. Wollen Sie sich für einen bestimmten Bereich bewerben, in welchem Schwarz-Weiß-Fotos eher gern gesehen sind (beispielsweise in der kreativen Branche, wobei sich auch für diesen Bereich keine allgemeingültigen Tipps geben lassen), können Sie natürlich auch ein solches auswählen.
Sollten Sie sich bei dieser Frage unsicher sein, besuchen Sie am besten die Website des Unternehmens, bei welchem Sie sich bewerben wollen und achten auf den dortigen Umgang mit Fotos von Personen. (Vielleicht finden Sie auf der Website „Portraits“ von Fachleuten.)

Positionierung des Bewerbungsfotos im Lebenslauf

Bei Bewerbungen mit einem Deckblatt kommt das Foto auf das Deckblatt. In allen anderen Fällen sollte sich das Bewerbungsfoto im Kopf Ihres Lebenslaufes finden. Ob lieber links oder rechts – das können Sie entscheiden. Um Platz zu sparen, richten Sie das Foto so aus, dass auf der jeweils anderen Seite noch Platz für Text (Ihre persönlichen Daten) ist.

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