Berufsbegleitendes Studium – alles, was du darüber wissen solltest


Berufsbegleitendes Studium – alles, was du darüber wissen solltest

Eine höhere akademische Qualifikation bietet im Beruf weitreichende Chancen. Wer Karriere machen möchte, kommt um ein Studium nicht herum. Während die Weichen für die berufliche Zukunft früher unmittelbar nach dem Abitur gestellt wurden und sich Menschen mit dem einmal gewählten Bildungsweg abfinden mussten, gibt es heute zahlreiche Möglichkeiten, auch später noch als Berufstätiger zu studieren und einen Hochschulabschluss zu erhalten. Teilzeitstudiengänge und Fernstudien sind ebenso möglich wie ein berufsbegleitendes Studieren, während man in Vollzeit arbeitet. Das fällt aber nicht jedem leicht, und viele Studenten kommen in ihrem Studium nicht weiter. Um in allen Fächern gute Leistungen zu haben, sollen sie dem Verfassen von wissenschaftlichen Arbeiten wie Hausarbeit, Bachelorarbeit, Masterarbeit viel Zeit widmen. In diesem Fall kann nur ein professioneller Ghostwriter gerne Hilfe leisten.


Welche sind die Voraussetzungen?

In fast jedem Fachbereich ist berufsbegleitendes Studieren möglich. Dies gilt insbesondere für die Studienfächer Betriebswirtschaft, Wirtschaftspädagogik, Informatik, Ingenieurwissenschaften, Bauingenieurwesen und Maschinenbau. In sozialen Berufen sind berufsbegleitende Studiengänge auch sehr beliebt. Wer im Bereich der Altenpflege, als Erzieher oder ähnliches arbeitet, kann ein berufsbegleitendes Studium in Pflegemanagement, Sozialmanagement, Frühpädagogik oder Sonderpädagogik in Erwägung ziehen. Es gibt hier zahlreiche Modelle, um hier einen Abschluss als Bachelor oder Master zu erreichen. Schwierig wird es allerdings, wenn es in den Pädagogik-Bereich geht. Auf Lehramt zu studieren ist beispielsweise berufsbegleitend nicht möglich.

Die wichtigsten formalen Voraussetzungen für das berufsbegleitende Studieren sind:

  1. Hochschulreife (Fachabitur oder Abitur)
  2. Individuelle Voraussetzungen für die Aufnahme an dem gewünschten Universität (etwa ein bestandener Aufnahmetest, bestimmte Vorerfahrung etc.)
  3. Bei Master-Studiengängen ein erfolgreich abgeschlossenes Erststudium
  4. Der zurzeit ausgeübte Beruf muss in einem inhaltlichen Zusammenhang zum Studium stehen
  5. Im Bereich Wirtschaftswissenschaft ist für Master-Studiengänge häufig der sogenannte GMAT-Score Voraussetzung
  6. Willst du eine Sprache studieren oder interessierst du dich für einen Studiengang mit hohem Fremdsprachenanteil, müssen in der Regel die Sprachtests TOEFL oder IELTS erfolgreich bestanden worden sein

Die persönlichen Voraussetzungen sind auch nicht außer Acht zu lassen, denn nicht jeder ist gleichermaßen dafür geeignet, berufsbegleitend zu studieren. Wer auf diesem Weg den Hochschulabschluss anstrebt, sollte folgende persönlichen Voraussetzungen mitbringen:

  • Disziplin
  • Hohe Eigenmotivation
  • Zielstrebigkeit
  • Fähigkeit zu strukturiertem Arbeiten
  • Gute Selbstorganisation
  • Durchhaltevermögen


Wie funktioniert berufsbegleitendes Studieren?

Grundsätzlich gibt es drei verschiedene Möglichkeiten, um berufsbegleitend zu studieren:

  1. Das Abendstudium
  2. Das Fernstudium
  3. Das Präsenzstudium

Das Abendstudium findet in Abendkursen statt, zudem an Wochenenden und in mehrtätigen Blockseminaren. Hierbei besteht der große Vorteil, dass die Studenten mit ihren Dozenten im Kontakt stehen. Die festen Lerneinheiten und Termine sind gerade für diejenigen, die sich nicht unbedingt selbst organisieren wollen, zielführender. Das Angebot wird meist durch E- Learning-Systeme und Begleitseminare erweitert.

Das Fernstudium ist zeit- und ortsunabhängig. Das Studieren erfolgt über E-Learning- Programme, Unterlagen, die nach Hause gesendet werden, virtuelle Studienräume etc. Ein persönlicher Kontakt findet in der Regel nicht statt. Lediglich die Prüfung wird manchmal persönlich abgenommen. Der Vorteil besteht darin, dass der Student sich hier die Zeit frei einteilen und auf seine persönlichen Bedürfnisse abstimmen kann. Nachteile sind die fehlende persönliche Betreuung und die erforderliche hohe Selbstorganisation und Disziplin.

Das berufsbegleitende Präsenzstudium hingegen verlangt die Anwesenheit des Studenten im Rahmen von Präsensveranstaltungen. Diese Studienform ist mit einem Fernstudium und begleitenden E-Learning-Elementen verbunden. Der Vorteil ist hier, dass sowohl der persönliche Kontakt gegeben ist als auch die Möglichkeit der Selbstorganisation. Ein Nachteil ist, dass solche Studiengänge in der Regel mit höheren Kosten verbunden sind.


Was solltest du beachten?

Es ist wichtig, sich im Vorfeld ausreichend über das jeweilige Studienmodell zu informieren. Dabei solltest du dich fragen:

  1. Welche Ziele verfolge ich?
  2. Was will ich beruflich erreichen und welches Studium ist die beste Wahl dafür?
  3. Wie viel Zeit kann ich in der Woche für das Studium aufbringen?
  4. Bringe ich die notwendigen formalen und persönlichen Voraussetzungen mit?
  5. Kann ich die Kosten längerfristig stemmen?

Je nach Anbieter können die Kosten stark variieren. Zum einen sind Präsenzstudiengänge kostenaufwändiger als reine Fernstudien. Zum zweiten unterscheiden sich die jeweils zu erzielende Abschlüssen auch in der staatlichen Anerkennung. Darauf solltest du unbedingt achten. Es gibt im Internet verschiedene neutrale Webseiten, die über die jeweiligen Anerkennungen und Möglichkeiten informieren. Häufig übernimmt auch der Arbeitgeber einen Teil der Kosten. Dazu solltest du dich in deinem Unternehmen informieren. Stipendien über Stiftungen sind in bestimmten Fällen ebenfalls möglich. Du solltest dir also auf jeden Fall Gedanken über die Finanzierung machen.


Welche sind die Nachteile eines berufsbegleitenden Studiums?

So viel versprechend ein solches Studienmodell sein mag, es birgt auch so manche Nachteile. 

  • Der benötigte Zeitaufwand wird häufig unterschätzt. Es entstehen Zeitdruck, Stress und nicht selten Überbelastung.
  • Die Eigenverantwortlichkeit verführt zu Nachlässigkeit. Viele Studenten scheitern, weil sie nur unregelmäßig lernen.
  • Um erfolgreich zu sein, muss der persönliche Kontakt gesucht werden.
Um Zeitdruck und übermäßigen Stress beim Verfassen von studentischen Arbeiten zu vermeiden, kannst du die Unterstützung erfahrener Autoren in Anspruch nehmen.


Fazit

Ein berufsbegleitendes Studium bringt dich weiter und birgt großartige Chancen für die Zukunft. Es muss aber immer klar sein, dass hier niemandem etwas geschenkt wird, sondern dass sowohl die Vorbereitung, als auch das Studium selbst dir viel abverlangen. Zugegebenermaßen ist es einfacher, sich voll und ganz auf sein Studium konzentrieren zu können und sich höchstens in einem studentischen Nebenjob etwas dazuzuverdienen. Doch oftmals nimmt der berufliche Werdegang zunächst einen anderen Weg. Wer bereits fest im Beruf etabliert ist, tut sich schwer damit, seinen Arbeitsplatz für das Studium aufzugeben. Eine feste Anstellung möchte niemand gerne riskieren und gegen die Ungewissheit eintauschen. Oft besteht bereits ein gewisser Lebensstandard, der finanziert werden will. Wer bereits Familie hat, kann umso weniger auf die bisherige Vergütung  verzichten. Es ist auch nicht selten sinnvoll, die berufliche Praxis mit den akademischen Inhalten eines Studiums zu verbinden. Es bietet sich in solchen Fällen immer an, die berufliche Qualifikation mittels eines berufsbegleitenden Studiums zu verbessern und somit die eigenen Karrierechancen zu erhöhen.