Primärliteratur und Sekundärliteratur


Primärliteratur und Sekundärliteratur
Bei der Literaturrecherche im Rahmen des wissenschaftlichen Arbeitens kommt den verschiedenen Quellenarten eine große Bedeutung zu. Hier hört man oft von der sogenannten Primärliteratur und Sekundärliteratur. Doch auch die Tertiärliteratur existiert. In diesem Beitrag werfen wir einen Blick darauf, was die Quellenarten im Umgang unterscheidet, wie du diese zitieren und im Allgemeinen wissenschaftlich korrekt damit arbeiten kannst.

Was bedeuten die Quellenarten im Umgang und wie hängen sie zusammen?

Im Prinzip ist es ganz einfach, bei der Literaturrecherche die Quelle korrekt zuzuordnen. Denn bereits die Bezeichnungen primär und sekundär lassen darauf schließen, worum es bei dem Sachverhalt geht:
  1. Primärliteratur: Diese meint Information aus der ersten Hand. Hierbei kann es sich um Resultate von wissenschaftlichen Arbeiten und Forschungen handeln.
  2. Sekundärliteratur: Hier ist die Publikation nicht mehr aus einer Hand, sondern auf Basis der Primärliteratur geschaffen. So kann sich eine zweite Person mit einer Masterarbeit auseinandergesetzt und diese weiter ergänzt haben.
Beispielsweise lassen sich der Primärliteratur Gedichte zuordnen. Ebenso kann jedes sonstige literarische Werk aus erster Hand gemeint sein. Somit sind die Bachelorarbeit und Masterarbeit ebenfalls Primärliteratur. Dissertationen, Forschungsbeiträge und alles weitere, was in den Rahmen von Erstveröffentlichungen fließt, ist auch der Primärliteratur zuzuordnen.
Wiederum die Sekundärliteratur zitiert die primären Quellen und bietet einen Überblick über den Inhalt der ursprünglichen originalen Inhalte. Dabei ergänzt sie je nach Möglichkeit die primäre Quelle. Beispiele zur Zuordnung sind Monographien über Fachthemen, Referate und Reviews.
Wollten wir noch weiter ausführen, würden wir auf die Tertiärliteratur stoßen. Diese fasst die Sekundärliteratur zusammen und ihr sind beispielsweise Lehrbücher, Enzyklopädien und Sachbücher zuzuordnen.


Welche Art von Literatur gehört in das wissenschaftliche Artikel hinein?

Falls du an deiner Bachelorarbeit oder Masterarbeit sitzt, dann ist für dich die Literaturrecherche ein wichtiger Part. Denn hast du erstmal eine Übersicht über zuverlässige Werke, fällt dir die Arbeit wesentlich leichter. Doch welchen Umgang solltest du mit Primärliteratur, Sekundärliteratur und Tertiärliteratur pflegen? Es ergeben sich - unabhängig vom Thema deiner Arbeit - folgende Empfehlungen für die Literaturrecherche:
  • Primärliteratur: Diese sollte an erster Position bei der Wahl deiner Quellen sein! Denn hier kannst du die Schrift objektiv interpretieren und richtig deuten.
  • Sekundärliteratur: Hier wiederum ist nach Möglichkeit eine Nutzung zu meiden. Der Grund dafür ist, das Sekundärquellen durchaus die primären Quellen falsch interpretieren können, was die Qualität deiner Arbeit mindert.
  • Tertiärliteratur: Hierbei handelt es sich lediglich um eine rudimentäre Übersicht vom Inhalt zur Erstsortierung der Themen. Es ist für wissenschaftliches Arbeiten nicht adäquat und grundsätzlich immer zu meiden.
Letzten Endes aber obliegt die Entscheidung im Umgang mit der Literatur dir. Die richtige Wahl der Quellen legt den Grundstein für Masterarbeit & Co. im wissenschaftlichen Arbeiten, doch deine Qualität entscheidet.


Wie kannst du die Primärliteratur und Sekundärliteratur im Umgang korrekt zitieren?

Grundsätzlich gilt beim Zitieren von Primärliteratur bis Tertiärliteratur das gleiche wie für die sonstige Zitierweise, die du sicher gelernt hast. Hier gibt es zunächst die Unterscheidung zwischen dem direkten Zitat sowie dem indirekten Zitat:
  1. Direktes Zitat: Hier übernimmst du den direkten Wortlaut und musst bei dem Zitieren das direkt Übernommene in Anführungszeichen setzen.
  2. Indirektes Zitat: In diesem Fall übernimmst du die Inhalte nicht wörtlich direkt, aber dafür sinngemäß. Dies bedeutet, dass du diese nicht in Anführungszeichen setzen musst, aber dennoch als fremde Inhalte kennzeichnen musst.
In dem letzten Fall setzt du in die Quellenangabe ein „vgl.“ für Vergleiche vor den Autorennamen. Ansonsten stellt sich in jeder wissenschaftlichen Publikation noch die Frage nach der Zitierweise, wobei es die deutsche und die amerikanische Zitierweise gibt.

Deutsche & amerikanische Zitierweise

Falls dir dein Professor klare Instruktionen geliefert hat, musst du diese befolgen. Dabei bedeutet eine deutsche Zitierweise für dich, dass du die Quellenangabe im Fußnotenapparat durchführst. Arbeitest du mit Schreibprogrammen wie Microsoft und Pages, dann sind hierzu Funktionen automatisiert enthalten. Dies bedeutet, dass du lediglich auf Fußnote einfügen klickst, woraufhin im Text die entsprechende Nummer an richtiger Stelle erscheint und du unten im Fußnotenapparat die Quellenangabe wie folgt korrekt durchführst: Zahl der Fußnote (Wird automatisch eingefügt). Nachname, Vorname: Titel vom Werk. Ort: Verlag, Jahr. Seitenanzahl.

Als nächstes sei die amerikanische Zitierweise noch kurz erläutert, die als wesentlich einfacher bezeichnet werden kann als die Fußnoten Zitierweise. Denn bei der amerikanischen Zitierweise - auch Harvard Zitation genannt - setzt du einfach hinter das Zitat innerhalb zweier Klammern die folgende Angabe: Nachname, Jahr, Seitenzahl. 

Damit ist die Sache erledigt und du bist qualitativ voll im Soll. Natürlich darfst du noch die finale Sammlung deiner Quellen am Ende deiner Publikation nicht vergessen.
Wenn du allerdings alles so wie hier beschrieben vollständig durchführst, dann ist der Pfad, den du eingeschlagen hast, korrekt. Gebe bei Vorhandensein noch weitere Angaben an wie beispielsweise die Auflage. Hältst du dich an diese Richtlinien, dann kann hinsichtlich der Zitierweise bei Primärliteratur und Sekundärliteratur in Masterarbeit & Co. nicht gemeckert werden.


Fazit

Wie du sehen konntest, verbirgt sich hinter der Primärliteratur und Sekundärliteratur bei weitem kein großes Geheimnis. Auch ist der Umgang mit allen Quellenarten ein denkbar einfacher, der sich simpel nach den Regeln des Zitierens richtet. Diese Regeln sind das wahre Herzstück der Masterarbeit, Bachelorarbeit und jeder sonstigen wissenschaftlichen Herausforderung, die dir noch begegnen wird. Sehr viele Studenten lassen leider an dieser Stelle unnötig Punkte liegen und fangen sich gelegentlich schlechte Noten ein: Es werden Vorgaben des Professors missachtet, die sich ganz einfach zu Beginn der Hausarbeit in den Formatvorlagen der Schreibprogramme einstellen lassen. Nehme dir deswegen - Primärliteratur, Sekundärliteratur und Tertiärliteratur hin oder her - immer die Vorgaben des Professors voll zu Herzen. Achte deswegen auf die kleinen Dinge:
  • Seitenränder, die gewünscht sind, individuell definieren
  • Bestimmte Zitierweise - sofern gewünscht - beachten; ansonsten freie Wahl
  • Schriftgrößen berücksichtigen
  • Pflichtquellen mit einbeziehen
Wenn du all das qualitativ hochwertig lieferst, bleibt schlimmen Albträumen wie Plagiat kein Raum und deine Arbeit wird eine angemessene wissenschaftliche Publikation mit Aussicht auf eine gute Note. Bei diesem Vorhaben wünschen wir dir viel Erfolg!