Perfekte Rede schreiben: einfach erklärt!

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Studenten bereiten sich auf die Rede vor.
Inhaltsverzeichnis
  1. Perfekte Rede schreiben: einfach erklärt!
  2. Eine Rede schreiben und halten - Tipps
  3. Kreativ die Rede vorbereiten
  4. Der Aufbau der Rede
  5. Sprache und Stil
  6. Rede halten
  7. Aufmerksamkeit vom Publikum
  8. Lächeln
  9. Diese Fehler sind zu vermeiden
Eine Rede zu schreiben, ist eine Herausforderung, die mit dem richtigen Hintergrundwissen zu bewältigen ist. Gründe für eine Rede gibt es viele. Das kann die Entscheidung sein, die Begrüßungsrede bei einer Familienfeier zu übernehmen oder es ist die Rede im Unternehmen, der Universität oder bei einer Veranstaltung. Mitunter wird auch von Bewerbern für eine Anstellung erwartet, dass sie eine Rede halten. Deshalb empfiehlt es sich, die Vorbereitung und das Halten einer Rede zu üben. 
 


Eine Rede schreiben und halten - Tipps

Der Erfolg deiner Rede beginnt mit dem Schreiben. Eine Rede ist auch fesselnd und überzeugend, wenn sie auf das Publikum zugeschnitten ist, das Thema authentisch präsentiert wird und die Rhetorik Emotionen weckt. Dazu haben wir einige Tipps zum Schreibprozess sowie zum Reden für dich vorbereitet.
 

Kreativ die Rede vorbereiten

Für die Vorbereitung der Rede ist Kreativität dann erlaubt, wenn die Rahmenbedingungen es zulassen. Je nach Ziel, das du verfolgst, kann die Vorbereitung manchmal mehr und manchmal weniger Aufwand brauchen. Recherchiere aber immer vorher die nötige Literatur, sammle das Material, das du für deine Rede benötigst, und lerne dies auswendig. Das kann eine Statistik, eine warnende Geschichte in Form einer Anekdote oder einfach ein gutes Argument sein, das dein Publikum überzeugen soll. Wichtig ist, dass du verstehst, worüber du sprichst und dir deine Argumente gut merkst. Das Risiko für ein Scheitern ist dann zu groß. 

Eine der besonderen Herausforderungen ist es, den Anfang zu finden. Es ist aber nicht notwendig, gleich zu Beginn den perfekten Einstieg zu finden. Erfahrene Redenschreiber raten dazu, den ersten Gedanken bei der Vorbereitung für den Anfang zu verwenden, der dem Verfasser in den Sinn kommt. Eine Anpassung ist später immer noch möglich. Wichtig ist, dass der Gedankenfluss in Bewegung kommt. 
 

Der Aufbau der Rede

Eine Rede besteht aus Exposition/Einleitung, Hauptteil und dem Schluss. Das macht die Rede für die Zuhörer strukturiert und für den Redner die Inhalte leichter zu merken. 

Exposition

  • Stimmung der Zuhörer auf das ein, was folgt. 
  • Nimmt etwa ein Viertel der Redezeit in Anspruch.
  • Garantiert die Aufmerksamkeit der Zuhörer.
  • Ein sehr guter Einstieg ist eine Anekdote oder ein Zitat, das zum Thema passt.
  • Folgen in der Rede konkrete Problemstellungen, dient der Einstieg als Einleitung.

Einleitung

  • Begrüßung.
  • Vorstellung deiner Person.
  • Einen groben Überblick über den Inhalt der Rede und Identifikation der Problemstellung.
  • Lenkung des Publikums in die richtige Richtung mit einer Metapher oder Anekdote.

Hauptteil 

  • Ein Blick in die Vergangenheit und danach der jetzige Zustand. 
  • Begründung des Ziels mit Argumenten, Beispielen und Gründen.
  • Erläuterung der komplexen Vorgänge anhand von bildhaften Beispielen.
  • Ausmalung der Alternativen.
  • Beantwortung der Fragen schon in der Rede.
  • Endet mit einer Schlussfolgerung, die logisch ist und die Zuhörer nicht etwa überrascht.

Schlussteil

  • Zusammenfassung des Gesagten.
  • Danksagung und Verabschiedung.
  • Der Schluss kann mit einem Appell enden. Der Schlusssatz sollte aber immer positiv sein.

Sprache und Stil

Zunächst empfiehlt es sich, gute Reden anzuhören, und zwar mehrmals. Wer sich besonders interessante Stellen notiert, verinnerlicht die Vorgehensweise und kann sie für sich verwenden. Eine der bekanntesten Reden ist die Rede von Steve Jobs, die er 2005 gehalten hat. Pointen oder Anekdoten aus bekannten Reden zu übernehmen, ist aber zu vermeiden. Mit Hinweis auf den Urheber und mit der Erklärung für das Zitat ist diese Vorgehensweise natürlich erlaubt. 

Verwende auch kurze Sätze, die sich die Zuhörer merken können. Vermeide komplexe Satzstrukturen, die in sich selbst verschachtelt sind.

Verwende rhetorische und stilistische Mittel (z. B. Anapher, Alliteration, Metaphern). Sie beleben die Rede. 

Wenn die Rede schon geschrieben ist, solltest du diese noch einmal lesen und auf Grammatik, Stil und Fehler korrigieren.

Beispiele:

Meine Meinung dazu ist jedoch …
Wir sollten uns deshalb überlegen …

Stelle ich das vergleichend gegenüber, dann komme ich zum Ergebnis …
Deshalb sollten wir …
Es gibt dazu Gegenpositionen …

Daraus kann man die Bilanz ziehen …
Dies kann die Grundlage für zukünftige Maßnahmen sein …

Rede halten 

Wenn du die Vorbereitung und das Halten einer Rede üben willst, kannst du einfach auf das ein Stichwort achten. Gerade bei der Vorbereitung auf anspruchsvolle Bewerbungsgespräche ist diese Vorgehensweise sogar wichtig.  Im Team können die Teilnehmer je einen Begriff auf einen Zettel schreiben. Das kann ein aktuelles Thema sein oder auch einfach nur ein Alltags- oder ein erfundenes Wort. Die Zettel werden gefaltet und anschließend zieht jeder aus der Runde einen Zettel. Der erste Redner liest nun sein gezogenes Wort. Er bekommt ein paar Minuten, um sich Gedanken zu machen. Im Anschluss hält er die Rede mit einer Dauer von etwa 10 Minuten. Es ist hilfreich, die Reden aufzuzeichnen und sie im Nachhinein mit sachlicher Kritik analysieren. Das Halten der Rede wird mit jedem Versuch besser, weil die Fähigkeit geschult wird, sich gedanklich auf ein neues Thema einzulassen.
 

Aufmerksamkeit vom Publikum

Um die Aufmerksamkeit deines Publikums zu gewinnen, solltest du beeindruckend starten. Tue etwas, was dein Publikum nicht erwartet. Beginne z.B mit einer rhetorischen Frage, die du ins Publikum rufst. Achte jedoch darauf, dass diese Aktion das Thema der Rede unterstützt oder einleitet.
 

Lächeln

Natürlich gibt es Momente in einer Rede, in denen ein Lächeln unangebracht ist. In allen anderen Momenten der Rede solltest du ein Lächeln im Gesicht haben. Lächeln baut Vertrauen und Sicherheit bei deinen Zuhörern auf. Wenn du dies erreicht hast, hast du auch dein Ziel erreicht.

Diese Fehler sind zu vermeiden

Es gibt eine Reihe von Fehlern beim Schreiben einer Rede, die sich vermeiden lassen. Dazu gehört, dass zu viele Zahlen die Zuhörer ermüden. Auch zu viele Namen sind zu vermeiden. Sie belasten die Konzentrationsfähigkeit und die Zuhörer können kaum noch folgen. Schließlich ist auch das Sprechen zu trainieren. Die Sprechgeschwindigkeit, die Lautstärke und die Ausdrucksweise müssen angenehm für die Zuhörer sein. Das lässt sich vor dem Spiegel trainieren, aber auch mit Aufnahmen. So kann der Redenschreiber die Rede noch vor der Fertigstellung anpassen. Die Rede von Anfang an bis zum Ende zu schreiben und sich erst dann damit zu befassen, sie auch laut zu halten, ist nicht zu empfehlen. Diese muss nicht nur inhaltlich überzeugen, sondern auch im Ausdruck. Deshalb ist es wichtig, auf prägnante und kurze Sätze zu achten und Pausen einzulegen, zum Beispiel mit Schaubildern oder plastischen Beispielen.