Facharbeit schreiben mit Neugier und Kompetenz

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In Deutschland gibt es Unterschiede in den Anforderungen an eine Facharbeit. Sie bestehen im Umfang, der gewährten Schreibfrist, dem Grad der notwendigen Kompetenz und nicht zuletzt in den Anforderungen der Dozenten. In allen Fällen ist sie für jeden früher oder später verbindlich. Sie kann auch Ersatz für eine Prüfung sein. Für den Durchschnittsstudenten ist eine Facharbeit eine Herausforderung. Diese wissenschaftliche Aufgabe ist normalerweise die erste Begegnung mit dem akademischen Anspruch an Selbständigkeit, Wissensvolumen und Kohärenz. Das Verfassen einer Facharbeit ist oft eine Art der Vorbereitung auf den Studienabschluss und nicht selten brauchen die Studierenden Hilfe dabei und verlieren sich in den Mustern, denen sie folgen sollten.

Facharbeit in ein paar Schritten

Der allererste Schritt ist, das passende Facharbeitsthema zu wählen. Erst danach steht die Sammlung von Quellen an, was ein langwieriges und umfängliches Recherchieren sowohl in Bibliotheken als auch im Internet bedeutet. Sich bei einem Dozenten beraten zu lassen, ist ratsam. Ein Facharbeitsmuster lässt sich immer finden, aber tatsächlich alle Regeln zu befolgen und gleichermaßen das Wesentliche verständlich und sinnvoll darzustellen, kann für den Anfänger wirklich mühsam sein.

Manchmal verliert man bei der endlosen Sekundärliteratur den Überblick und kann kaum noch eine Grenze zur Hauptfrage ziehen. Obwohl die Fragestellung zwar aus allen Perspektiven erörtert und nicht starrsinnig bearbeitet werden soll, ist es dennoch wichtig, eine Balance zwischen dem Überfluss an Perspektiven und deren Zusammenhang in der Fragestellung zu finden.

Steht das Thema, und hat man sich einen Überblick über die Literatur verschafft, ist die Gliederung festzulegen. Alle Informationen sollen in ein sinnvolles Ganzes integriert werden. Viele Beispiele sind zu finden. Mit ein wenig Variation in den Details hat sich bis jetzt in Bezug auf die Facharbeiten das folgende Gliederungsmuster durchgesetzt:

  • Deckblatt: hier gibt man formale, persönliche und institutionelle Daten und das Thema an
  • Inhaltsverzeichnis
  • Einleitung, die die Problemstellung beschreibt
  • Darstellung des Facharbeitsthemas: hier werden das Hauptziel, das Wesen der Arbeit in allen Details dargelegt; die angewandte Methode muss deutlich werden
  • Fazit: hier werden Schlussfolgerungen gezogen und Thesen bestätigt/dementiert
  • Anhang mit Anlagen und Literatur- und Quellenverzeichnis
  • Eigenständigkeitserklärung

Obwohl der Aufbau übersichtlich ist, ist diese stufenweise Darstellung und Abarbeitung des Facharbeitsthemas nicht als formale Nebensache zu unterschätzen. Vor allem ist es eine Voraussetzung für die qualitative Anfertigung der Arbeit.

Es gibt typische Fehler, die viele Studierende begehen. Zum Beispiel sammeln sie nur wenige Quellen und beschränken sich auf leicht zugängliche und nicht immer den akademischen Standard entsprechende Literatur. Es besteht die Gefahr, dass die Information unpassend und/oder überholt ist. Das Sichten, Auswählen und Sortieren von Quellen ist zeitaufwendig und arbeitsintensiv.

Wieder andere Studenten richten sich nicht nach der vorhandenen Vorlage der Facharbeit. Tippfehler, grammatische Fehler, die äußere Form und nicht zuletzt semantische Fehler machen einen schlechten Eindruck. Es ist unumgänglich, dass die Arbeit und ihre Details immer wieder überprüft und korrigiert werden. Unachtsames Arbeiten spricht für die persönliche Stellung zu der Aufgabe und gegen den Studenten selbst. Ein Dozent wird sofort merken, wenn nicht gründlich gearbeitet wurde. Für eine einwandfreie Facharbeit braucht man Kenntnisse und Geduld.