Was ist beim Anhang einer wissenschaftlichen Arbeit zu beachten?


Was ist beim Anhang einer wissenschaftlichen Arbeit zu beachten?
Der Fehler lauert auch beim Anhang einer wissenschaftlichen Arbeit im Detail. Wer sich an gelungenen Arbeiten ein Beispiel nimmt, ist auf der sicheren Seite. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um eine Masterarbeit, eine Bachelorarbeit handelt. 

Braucht die Arbeit einen Anhang?

Bevor sich Absolventen mit dem Aufbau des Anhangs befassen, sollten sie prüfen, ob er überhaupt notwendig ist. Der ist erforderlich, wenn der Studierende folgende Daten in die Arbeit verwendet:
  1. Protokolle von Diskussionen
  2. Interviews
  3. Auswertungen von Forschungen
  4. Umfangreiche grafische Darstellungen 
  5. Statistiken
Die Frage, ob dieser nötig ist, lässt sich damit schon recht früh beantworten. In diesem Fall ist es wichtig, das Material von Anfang sorgfältig in das Anhangsverzeichnis einzufügen.

Welche Funktion hat ein Anhang?

Er hat den Vorteil, dass er alle Informationen enthält, die die Aussagen des Verfassers noch einmal untermauern. Sie liefern auch die nötigen Nachweise, dass der Absolvent das verwendete Material korrekt interpretiert hat. Darüber hinaus gehören auch Hintergrundinformationen, die relevant sind in den Anhang. Durch den Anhang wird die Arbeit folglich exakter. Er garantiert aber, dass der Text selbst mit Details und Hintergrundinformationen nicht überfrachtet wird. Der Lesefluss bleibt folglich dank Anhang erhalten. Darüber hinaus hilft das Material aus dem Anhang dem Verfasser, die dargelegten Argumente zu verstärken. Er arbeitet damit erkennbar nachvollziehbar und schafft genug Raum im eigentlichen Text, ohne dass der rote Faden abreißt.

Jedes Detail ist wichtig

Bei der Vielzahl von Informationen, die in den Anhang einer Thesis gehörten, ist die Abwägung und Gewichtung nicht immer einfach. Der Absolvent muss bei der Entscheidung für und gegen den Anhang darauf achten, dass keine wichtigen Informationen verlorengehen. Fehler im Literaturverzeichnis sind ein typisches Beispiel für dafür, dass die Abschlussarbeit nicht die erwartete Note erzielt. Das gilt auch für den Anhang. Je nach Thema und Art der Arbeit muss der Verfasser die Regeln zu Quellenangaben, Formatierung und Nummerierung auch für den Anhang berücksichtigen. Der Blick in die Prüfungsordnung schafft Klarheit.

Der Anhang im Inhaltsverzeichnis

Dass die Arbeit einen Anhang beinhaltet, muss im Inhaltsverzeichnis nachzulesen sein. Es ist aber nicht immer notwendig, die Inhalte hier noch einmal aufzugliedern. Der formale Hinweis auf den Anhang folgt im Inhaltsverzeichnis auf das Literaturverzeichnis. Die Seiten werden fortlaufend oder römisch nummeriert. Ein Anhangverzeichnis ist möglich, empfiehlt sich aber erst ab etwa drei Gliederungspunkten.

Was ist beim Formatieren zu berücksichtigen?

Er beginnt mit dem Titel und der Aufschrift „Anhang“. Die Nummerierung unterscheidet sich von der Nummerierung der gesamten Arbeit und die Seitenzahlen sind fortlaufend. Dabei braucht der Leser eine Orientierungshilfe. Das lässt sich über ein Inhaltsverzeichnis realisieren, das an den Anfang gehört, und zwar unter den Titel.

Textverweise auf den Anhang

Er muss in der Arbeit erwähnt werden. Es kann ausreichend sein, einmal im gesamten Haupttext auf den Anhang zu verweisen. Der Verfasser sollte sich aber nicht scheuen, häufiger auf die weiterführenden Informationen zu verweisen, wenn das sinnvoll erscheint. Es ist nicht zielführend, wenn der Leser erst zu einem späteren Zeitpunkt feststellt, dass interessante Hintergrundinformationen auch im Anhang zu finden gewesen wären.

Bei welchen Arbeiten ist ein Anhang unverzichtbar?

Der ist bei umfangreichen Hintergrundinformationen nahezu unverzichtbar. Üblicherweise wird er bei einigen wissenschaftlichen Arbeiten erwartet. Dazu gehören:
  • Hausarbeiten
  • Seminararbeiten
  • Bachelorarbeiten
  • Diplomarbeiten
  • Masterarbeiten
  • Doktorarbeiten

Fehler im Anhang vermeiden

Fehler im Anhang können die Note negativ beeinflussen. Er dient dem Nachweis für korrektes wissenschaftliches Arbeiten. Passen die Aussagen im Anhang nicht zu denen in der Arbeit, sind die Erkenntnisse nicht belastbar. Das kann sich fatal auswirken. Er ist also sehr viel mehr, als eine Sammlung von weiterführenden Unterlagen. Allerdings zeigen die Erfahrungen, dass er bei kleineren Arbeiten nicht zwingend akribisch geprüft wird. Dennoch sollten Studierende darauf achten, dass sie sich nicht die Note durch eine Nachlässigkeit ruinieren. Das gilt besonders, wenn sie ihr Einverständnis gegeben haben, dass die Arbeit später veröffentlicht wird.

Dann besteht das Risiko, dass Fehler auch sehr viel später noch auffallen. Wer große Karriereziele hat und weitere wissenschaftliche Arbeiten plant, die auf die erste Prüfung aufbauen, ist hier besonders gefordert, gründlich zu arbeiten. Ein typischer Fehler ist ein überladener Anhang. Die weiterführenden Informationen müssen zum Thema der Arbeit passen. Der Absolvent muss außerdem abwägen, ob die Informationen wirklich in den Anhang gehören oder doch im Text selbst besser aufgehoben sind. Das ist dann der Fall, wenn sie den Lesefluss nicht stören. Ein typisches Beispiel sind Tabellen, Bilder oder andere grafische Darstellungen.

Wortwahl und verbotene Wörter gelten auch für den Anhang

Es sind nicht nur die Inhalte aus dem Anhang, die zur Arbeit passen müssen. Auch die Wortwahl ist entscheidend. Er muss dem wissenschaftlichen Anspruch genügen. Vage Formulierungen eignen sich nicht und können der Benotung schaden. Ebenfalls unerwünscht sind allgemeine Aussagen, subjektive Einschätzungen, Übertreibungen und die direkte Ansprache. Es empfiehlt sich, die Arbeit und das ergänzende Material aus dem Anhang vor Abgabe der Arbeit noch einmal gründlich zu prüfen. Wer sachkundige Helfer hat, die die Arbeit lesen, sollte diese Unterstützer bitten, auch auf den jeweiligen Anhang zu achten. So lassen sich Fehler vermeiden, die weitreichende Folgen haben.