So bestehst du deine Klausur!

Nimm die Klausur von Anfang an ernst. Auch wenn du das Thema gut verstanden hast, belasse es nicht dabei. Befasse dich auch mit den formalen Anforderungen, damit deine Noten von Anfang an Zeugnis deiner guten Leistungen sind.

5-Punkte-Plan für die Klausur

  1. Melde dich rechtzeitig für die Prüfung an. Ohne Anmeldung wirst du nicht zugelassen. Wenn du zu den Menschen gehörst, die Termine vergessen, erledige solche Aufgaben sofort. Falls das nicht möglich ist, richte dich eine Erinnerungsfunktion auf deinem Mobiltelefon ein oder klebe einen Erinnerungszettel an deine Zimmertür.
  2. Die rechtzeitige inhaltliche Vorbereitung sollte etwa zwei Monate vor der Klausur beginnen. Schließe dich mit Kommilitonen zusammen, wenn du vom gemeinsamen Lernen profitierst. Sorge dafür, dass du Zugriff auf die notwendige Literatur hast.
  3. Schalte alle Störfaktoren aus, sprich mit den Menschen, die du vom Lernen abhaltest, und fordere Rücksicht ein. Verzichte auf ausgedehnte Ausflüge und Partys, um dein Studium effektiver zu organisieren. Räume dieser wichtigen Aufgabe die Priorität ein, die sie verdient.
  4. Befasse dich frühzeitig mit den Bereichen, denen du (noch) nicht gewachsen bist und suche einen Ansprechpartner, wenn du nicht weiterkommst. Weiche der Herausforderung nicht aus.
  5. Reduziere das Lernpensum zwischendurch und gönne dir Pausen. Achte in dieser Zeit auf einen gesunden Lebenswandel. Deine Ernährung hat erheblichen Einfluss auf deine Konzentrationsfähigkeit.

Weitere Tipps, die die Vorbereitung erleichtern

Fasse deine wichtigsten Stichpunkte auf zusätzlichen Blättern zusammen und markiere entscheidende Aussagen! Wenn du dich etwas nicht merken kannst, baue dich Brücken. Wie eine solche Brücke aussehen kann, hängt davon ab, was du dich einfacher merken kannst. Hilft dir eine bildliche Darstellung, fertige eine Zeichnung an.  Sicher erinnere dich noch an deine Schulzeit und daran, dass dir Reime besonders gut im Gedächtnis geblieben sind.

Solche Reime sind an vielen Fakultäten verpönt. Das sollte dir aber nicht daran hindern, sich das Lernen zu erleichtern, wo immer das möglich ist. Am Ende zählt deine Note und die Tatsache, dass du sie rechtmäßig erworben hast.

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Struktur bei der Bearbeitung der Klausur

Geh mit Ruhe an deine Klausur. Lese zunächst die vollständige Aufgabenstellung sorgfältig und langsam durch. Nimm idir dafür genügend Zeit und mache ruhig Notizen, wenn es erlaubt ist. Beginne mit der Bearbeitung und schreibe leserlich.

Die Aufsichtspersonen wirst du für gewöhnlich frühzeitig darauf hinweisen, dass die Zeit abläuft. Behalte dennoch selbst die Uhr im Auge. Wenn du fertig bist, lese deine Ausführungen sorgfältig durch. Achte auf deinen Ausdruck, den Satzbau und die Zeichensetzung, nicht nur auf die Inhalte.

Vorbereitung über die Inhalte hinaus

Natürlich hast du dich inhaltlich vorbereitet. Während der Vorlesungen wird dein Dozent dir erklären, was er darüber hinaus von dir erwartet. Vorsicht geboten ist, wenn du das Studienfach gewechselt hast. Solltest du z. B. von Wirtschaftswissenschaften zu Rechtswissenschaften gewechselt haben, übernimm bitte nicht einfach den Klausuraufbau. Teste außerdem dein Wissen anhand von Übungsaufgaben und tausche dich mit Kommilitonen aus. Sprich mit Studierenden aus höheren Semestern, die dir Tipps geben.

Arbeite an deiner Prüfungsangst

Eine gute Vorbereitung kann deine Prüfungsangst erheblich mildern. Erstelle dich dafür einen Plan mit den Themen, die du abarbeiten musst. Achte darauf, dass sich Panik gar nicht erst entwickelt, indem du schon auf Anfälle von Nervosität reagierst. Sehr viele Studenten kennen das Problem der Prüfungsangst, die in jedem Fach auftreten kann.

Hilfsmittel während der Klausur

Der Dozent wird dir sagen, was während der Klausur erlaubt ist und was nicht. Denke an deinen Studierendenausweis. Schalte das Handy aus und lege nur auf den Tisch, was ausdrücklich erlaubt ist. Vergesse notwendige Hilfsmittel nicht. Kontrolliere erlaubte Nachschlagewerke, ob du darin nicht Notizen vergessen hast.

Das erwartet dich bei E-Klausuren

Die Zahl der Klausuren, die am Computern geschrieben werden, nimmt zu. So kann man die Arbeiten schneller korrigieren. Du musst an einem PC an der Uni schreiben und dich dazu mit einem Passwort einloggen. Während des Schreibens sind alle anderen Programme blockiert. Surfen ist z. B. nicht möglich.

Was ist in einer Klausur verboten?

Natürlich darfst du keinen Zugriff auf Informationen nehmen, die nicht ausdrücklich erlaubt sind.  Solltest du einen Taschenrechner benötigen, darf dein Hilfsmittel auch ausschließlich ein Taschenrechner sein, der nicht mit Text programmierbar ist. Er darf nicht grafik- oder internetfähig sein. Verwende derartige Hilfsmittel dennoch, kann das als Täuschungsversuch gewertet werden, auch wenn du gar keine bösen Absichten hattest. Die Klausur gilt als nicht bestanden. Wie schon in der Schule, sind Bleistifte oder rote Stifte als Schreibmittel nicht gestattet.

Darüber hinaus kann es verboten sein, zu essen oder zu trinken. Bei langen Klausuren ist das ausgesprochen ungesund und für viele Studierende eine Belastung. Mögliche Argumente gegen das Essen und Trinken können sein, dass du deine Klausur an einem PC schreibst oder die Tische so klein sind, dass es zu Platzproblemen kommt. Diskussionen gibt es möglicherweise auch bei Toilettengängen. Eigentlich sollte immer nur eine Person den Raum verlassen dürfen und das kann dann protokolliert werden. Bei größerer Teilnehmerzahl kann das zu einem Problem werden. Das gilt, wenn die Toiletten weit vom Hörsaal oder dem Seminarraum entfernt sind. Sollte es derartige Diskussionen an deiner Uni geben, bespreche das mit dem ASTA.

Kopien der Klausuren erlaubt?

Die Klausur gehört nicht dir, sie ist Teil von Prüfungsunterlagen und bleibt in der Uni. Du hast auch nicht das Recht, die Klausur abzufotografieren. Wenn du Zweifel an der Benotung hast, hast du aber das Recht auf eine Kopie. Ob die Universität die Kopie selbst anfertigt oder du das erledigen darfst, liegt im Ermessen der Uni. Die Kosten musst du tragen, eine solche Kopie darf dir aber nicht verweigert werden. Wenn du allgemein mit der Benotung nicht einverstanden bist, wende dich an das zuständige Prüfungsamt.

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