Wie wird eine Hypothese aufgestellt?

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Studenten mit einem Fragezeichen schauen nach oben.

Hypothesen sind der zentrale Punkt vieler Abschlussarbeiten. Ob Masterarbeit oder Bachelorarbeit, eine grundlegende Hypothese dient dazu, das Ziel der Arbeit zu beschreiben. Zu Beginn der Arbeit wird eine Hypothese aufgestellt, die einen Zusammenhang zwischen mindestens zwei Phänomenen herstellt. Die Formulierung für die wissenschaftliche Forschung könnte zum Beispiel lauten – der Verschmutzungsgrad der Donau wird durch das Pendlerverhalten in anliegenden Großstädten beeinflusst. Die Arbeit selber wird dann dazu genutzt, um diese Hypothese zu belegen oder zu widerlegen.

Studenten können für wissenschaftliche Arbeiten aller Art Ghostwriter nutzen, um eine aktive Hilfestellung bei der Formulierung von Hypothesen und anderen Inhalten zu haben. Im Nachfolgenden die wichtigen Informationen dazu, wie eine Hypothese richtig erstellt wird.


Was genau ist eine Hypothese?


Eine Hypothese stellt einen Zusammenhang zwischen zwei separaten Sachverhalten her. Dieser Zusammenhang ist bis zu diesem Zeitpunkt nicht belegt oder überprüft worden. Dies wird erst im Verlauf der eigenen Forschungsarbeit getan. Dies bedeutet, dass eine Hypothese nicht automatisch in jeder Abschlussarbeit zu finden ist. Sie wird nur dann als Werkzeug benötigt, wenn eine empirische Forschung durchgeführt wird, um die eigentliche Forschungsfrage zu beantworten.

Der Aufbau der Hypothese setzt auf zwei Komponenten. Es kommen eine unabhängige und eine abhängige Variable zum Tragen. Im bereits genannten Beispiel ist der Verschmutzungsgrad der Donau die unabhängige Variable. Das Pendlerverhalten ist in diesem Fall die abhängige Variable. Um die Hypothese belegen oder widerlegen zu können, muss es möglich sein, beide Variablen zu untersuchen. Ist dies nicht der Fall, bleibt die Hypothese bestehen, bis es möglich ist, die passenden Untersuchungen durchzuführen – bis dahin können Hypothesen lediglich als hypothetische Grundlage für Forschungsansätze oder auch Berechnungen dienen. 

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Welche Arten von Hypothesen gibt es?


Es wird zwischen einer gerichteten und einer ungerichteten Hypothese unterschieden. Die ungerichtete Hypothese benennt einen Zusammenhang, ohne in der Behauptung eine konkrete Auswirkung zu benennen:

        Der Verschmutzungsgrad der Donau wird durch das Pendlerverhalten in anliegenden Großstädten beeinflusst.

Die gerichtete Hypothese benennt eine konkrete Auswirkung des aufgestellten Zusammenhangs.

        Der Verschmutzungsgrad der Donau wird negativ durch das Pendlerverhalten in anliegenden Großstädten bestimmt.

Für wissenschaftliche Arbeiten kommen in der Regel gerichtete Hypothesen zum Einsatz. Sie lassen sich besser durch die empirische Forschung belegen bzw. widerlegen. 


Beispiele für das Formulieren von Hypothesen


Da eine Hypothese immer eine Abhängigkeit bzw. eine Auswirkung beschreibt, wird sie im Konditionalsatz formuliert:

    •    Wenn..., dann…
    •    Je…, desto…

Wenn die Anzahl der Pendler in Großstädten an der Donau steigt, dann wird der Verschmutzungsgrad der Donau steigen.

Je weniger Pendler in den Großstädten an der Donau arbeiten, desto geringer der Verschmutzungsgrad des Wassers.


Die Aussagen einer Hypothese sollten klar und deutlich formuliert sein. Auf das umständliche Ausformulieren der Inhalte verzichten. Kurze und direkte Aussagen stehen hier im Mittelpunkt. Die aufgezeigte Vermutung sollte ohne weitergehende Erklärungen erkennbar sein. Gleichzeitig sollte eine Hypothese nicht zu wenige Informationen enthalten. Im Idealfall ist die Aussage zielführend und nicht allgemein gehalten.

Die Aussage – die Donau wird durch viele Pendler verschmutzt – ist unzureichend, um im Rahmen einer Masterarbeit eine echte Hilfestellung zu bieten. Eine bessere Aussage wäre hier – eine erhöhte Anzahl von Pendlern entlang der Großstädte der Donau kann einen erhöhten Verschmutzungsgrad verursachen. Noch besser ist eine Formulierung, die auch Gegenbeispiele integriert – wenn die Anzahl der Pendler in Stadtgebieten nahe der Donau zunimmt, ist der Fluss an diesen Stellen stärker verschmutzt als an Flussteilen, an denen nur wenige Pendlerzahlen verzeichnet werden.

So bietet die aufgestellte Hypothese eine Grundlage, die Aussagen konkret zu untersuchen und beantworten zu können. 


Testen von Hypothesen


Die aufgestellten Hypothesen müssen im Rahmen der wissenschaftlichen Arbeit verifiziert oder falsifiziert werden. Dafür stehen zwei Vorgehensweisen zur Verfügung.

Hypothesentest durch Statistik

Um die aufgestellte Hypothese statistisch zu prüfen, werden zunächst eine Nullhypothese und eine Gegenhypothese formuliert:
        1.    Nullhypothese: Die Anzahl der Pendler an der Donau hat keinen Einfluss auf den Verschmutzungsgrad des Wassers.
        2.    Gegenhypothese: Die Anzahl der Pendler an der Donau hat einen Einfluss auf den Verschmutzungsgrad des Wassers.
Beide Aussagen werden anschließend durch gesammelte Daten belegt oder widerlegt. Wie diese Daten gesammelt werden, hängt von der Art der Arbeit und der vorliegenden Forschungsfrage ab. Es kann sich bei der gewählten Methode um gesammelte Wasserproben handeln oder um die Auswertung von Umfragen. 

Hypothesentest durch Literatur

Im Rahmen einer Literaturarbeit lassen sich die benötigten Informationen aus bereits vorhandener Literatur erhalten. Studien, Fachbücher oder wissenschaftliche Arbeiten dienen als Informationsquellen. 


Beim Aufstellen von Hypothesen ist darauf zu achten:


•    Hypothesen sollten keine bereits bekannten Fakten benennen. Sie müssen das Interesse des Lesers wecken und dürfen durchaus weit verbreiteten Meinungen und Theorien widersprechen.
•    Hypothesen sollten konkret formuliert sein. Sie benennen die gemachten Aussagen im Detail, um konkrete Untersuchungen zuzulassen. Eine allgemeine Aussage lässt sich schwer belegen. 
•    Hypothesen dürfen nicht wertend sein, sondern immer beobachtend.
•    Die Hypothese kann mit einem eigenen Kapitel in der Arbeit präsentiert werden. Am besten wird sie frühzeitig und schon in der Einleitung der wissenschaftlichen Arbeit benannt.
•    Hypothesen müssen sich empirisch testen lassen. Wird der Verschmutzungsgrad des Wassers benannt, muss klar definiert sein, welche Faktoren dafür relevant sind. 
•    Hypothesen sollten innerhalb des relevanten Forschungs- und Objektbereiches übertragbar sein. 
•    Die Hypothese muss nach der Verifizierung bzw. Falsifizierung innerhalb der Diskussion oder des Fazits besprochen werden. Was bedeuten die gemachten Ergebnisse im Bezug auf die Forschungsfrage?
•    Die Hypothese muss sich von der Forschungsfrage abgrenzen – sie dient als Werkzeug, um die Forschungsfrage zu beantworten.